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Hier finden Sie archivierte Fotos und Digests der Vorträge vom Jahreskongress 2009.
„Next Level of Festo Worldwide Client Operation mit MS Systems Management Center Suite“
Matthias Schmidt,
Stefan Halder
Workplace Services
Festo AG
Mit einer Verve und Professionalität, die an Herrn Junghans’ Vortrag zum verwandten Thema Heidelberg Client vom Vortag erinnerte, zeigten Matthias Schmidt und Stefan Halder den Stand der Client-Automatisierung bei der Festo AG. Festo – einer der Marktführer in der Automatisierungsbranche – beschäftigt sich seit vielen Jahren in einem internationalen Kontext mit dieser Thematik.
Zunächst stellte Herr Schmidt kurz das Unternehmen vor, das mit rund 13.500 Mitarbeitern in 176 Ländern ein führender Anbieter im Bereich der Fabrik- und Prozessautomatisierung ist. Bemerkenswert ist der hohe Anteil von F&E (7,5 ) sowie von Aus- und Weiterbildung (1,5 %) am Umsatz.
Dementsprechend hoch sind auch die Anforderungen an das Client Management des weltweit präsenten Unternehmens. Hier gilt es, 8.300 Office Clients und 2.000 Non-office Clients zu bedienen. Das Management erfolgt zentral von Deutschland aus, stützt sich aber auf drei Hosting-/Data Center in der ganzen Welt: zum einen in Berkheim (Deutschland), in Hauppauge (USA) sowie in Singapur.
Client Management: Vom Guten zum Besseren
Grundsätzlich ist Festo beim Client Management sehr gut aufgestellt: Die weltweite Standardisierung der Clients wurde bereits im Jahr 2006 abgeschlossen. Im laufenden Jahr wurde die weltweite Migration auf Office/Exchange 2007 vollzogen. Da Festo am Microsoft Technical Adoption Program (TAP) für Vista teilgenommen, Vista aber letzten Endes nicht implementiert hatte, konnten hier bereits wertvolle Erkenntnisse für die nun anstehende Migration auf Windows 7 gewonnen werden. Die gesamte nach vorne gerichtete Konzeption konzentriert sich auf dieses neue Betriebssystem.
Herr Schmidt beschrieb den aktuellen Standard-Client (Windows XP SP2, Office 2007 SP2, Exchange 2007 und IE7) und die ihn unterstützende Management-Infrastruktur (SCCM2007 für Hardware und Softwareinventarisierung, Enteo Netinstall für Softwareverteilung, zentrale PKI- Struktur, EFS, weltweit einheitliches ADS, Single Sign-on).
Aktuelle Trends berücksichtigen, Nachhaltigkeit gewährleisten
Vor dem Hintergrund dieser eigentlich sehr positiven Ausgangslage vertrat Herr Schmidt die Meinung, dass dass die Automatisierung durch die langjährige Erfahrung der IT-Abteilung zwar schon einen hohen Stand erreicht hatte, eine weitere Steigerung aber durchaus möglich schien. Das Credo: „100 % Client-Automatisierung und 100 % Endnutzerzufriedenheit müssen das Ziel sein.“ Auch gilt es, aktuelle technische Trends und Herausforderungen (Desktop- und Anwendungsvirtualisierung, Cloud Computing, zunehmende Mobilität etc.) zu bewerten und umzusetzen.
In dieser Situation ist kein radikaler „Neustart“ erforderlich, sondern eher eine punktuelle Anpassung. sie erfolgt bei Festo unter dem Namen F12-Plus (da die gesamte Installation des Clients mit der Taste F12 gestartet wird).
Das Konzept F12-Plus berücksichtigt aktuelle Themen wie Softwarevirtualisierung, angestrebt wird aber eine nachhaltige Strategie und Konzeption, die auch den Anwendern und ihren Bedürfnissen gerecht wird. Herr Schmidt erläuterte die Unterschiede zwischen dem etablierten und dem neuen Client-Modell, das unter anderem License- und Asset-Management prominenter berücksichtigt.
„Waffen der Wahl“: SSCM 2007 und Windows 7
„Waffen der Wahl“ für die technische Umsetzung sind hier sind hier zum einen der Microsoft System Center Configuration Manager 2007 (SCCM) sowie Windows 7 als Client-Betriebssystem.
Stefan Halder erläuterte in seinem Teil des Vortrages unter anderem die teilweise profanen, aber doch in der Praxis relevanten Herausforderungen, die sich durch die neue Plattform ergeben. So erfordert das neue Client-Betriebssystem die Replikation sehr großer Installationsdateien (im Extremfall 31x größer als beim Vorgänger), für die die die bestehenden Replikationsprozesse nicht ausgelegt sind. Herr Halder beschrieb verschiedene Lösungsansätze für dieses Problem, um die Replikation auch in Ländern mit instabilen Datenverbindungen effizient zu realisieren.
Im weiteren Verlauf stellte er die mehrstufige SCCM-Infrastruktur vor, die eine weltweit reibungslose Abwicklung der Replikation ermöglicht. Herr Halder unterstrich nachdrücklich die weit reichenden Möglichkeiten, mit dem SCCM den Software Lifecycle und das Asset Management in einer Weise abzubilden, für die Remote Installation Services (RIS) prinzipiell nicht geeignet sind („RIS ist tot!“).
Schließlich wurden noch jene Aspekte von Windows 7 herausgestellt, die aus der zentralen Workplace-Sicht echte „Goodies“ sind; darunter AppLocker, eine skalierbare UAC, das Eliminieren von lokalen Admin-Rechten, BitLocker, USB Device Security usw.
Die Zusammenfassung der beiden engagierten ITler: „Wer heute nichts tut, arbeitet morgen wie gestern.“
Oder anders gesagt: Das Bessere ist des Guten Feind – und mit dem Konzept F12-Plus macht sich Festo auf den Weg in eine viel versprechende neue Dimension des Client Managements.