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Hier finden Sie archivierte Fotos und Digests der Vorträge vom Jahreskongress 2009.
„Windows 7 und der optimierte Unternehmensarbeitsplatz“
Thorsten Stockmann
Produkt Marketing Manager
Microsoft Deutschland GmbH
Nachdem Windows Vista als Nachfolger von XP weder für Microsoft selbst noch die Business-IT die hohen Erwartungen erfüllte, konzentriert sich das Interesse nun auf Windows 7. Das kommende Betriebssystem wurde sogar von notorisch kritischen IT-Publikationen mit Vorschusslorbeeren bedacht und ist auf dem besten Wege, auch im Businesskontext die Nachfolge von XP auf hohem Niveau anzutreten.
In seinem gut strukturierten Vortrag konzentrierte sich Thorsten Stockmann, Produkt Marketing Manager Windows Client bei Microsoft Deutschland, auf die für Business-Anwender relevanten Features und die möglichen Migrationsszenarien.
Coming soon(er)
Offizieller Verkaufsstart für das Betriebssystem („General availability“) ist – wie inzwischen allgemein bekannt – der 22. Oktober 2009 ; ein Termin, der trotz der kurzfristig wegen offener Rechtsfragen beschlossenen Entfernung des Internet Explorer gehalten wird.
Thorsten Stockmann verwies darauf, dass bei der Entwicklung von Windows 7 die Development Teams die komplette „End-to-end“-Verantwortung für die von ihnen realisierten Features hatten und dem Feedback von Kunden wie auch Softwareentwicklern viel Platz eingeräumt wurde. Um der beliebten Häme „das ist doch eigentlich nur ein Service Pack zum Vorgänger entgegen zu treten“, ließ er die verschiedenen Windows-Varianten seit Windows 1.0 Revue passieren.
Wieder in der Gegenwart angekommen, gab er einen Überblick zu den Herausforderungen an ein modernes Betriebssystem: Social Networking, Mobilität, immmer mehr ressourcenintensive Mediaanwendungen, aber auch der Wunsch der Endanwender, auf allen verwendeten Endgeräten eine vertraute Benutzeroberfläche vorzufinden. Komprimiert geht es, so Stockmann, um die Kernaufgaben:
- permanente Verfügbarkeit
- die Möglichkeit, Aufgaben schneller + einfacher erledigen zu können
- einen wirksamen Datenschutz.
Windows 7 hands on
Wie diese und weitere Features in Windows 7 realisiert werden, blieb hier glücklicherweise keine schöne Theorie: Thorsten Stockmann führte eine Vielzahl von Funktionen live vor. Zu nennen sind hier unter anderem …
- die Möglichkeit, innerhalb der Symbole in der Taskleiste Fortschrittsbalken, Fehlermeldungen und weitere Statusinformationen anzuzeigen
- die Sprunglisten, die zu Symbolen in der Taskleiste unter anderem Live-Vorschauen anzeigen können, eigene Toolbars mitbringen und von Drittanbietern um eigene Befehle erweitert werden können
- der auf das Notwendigste reduzierte Benachrichtigungsbereich
- die Libraries (virtuelle Ordner für bestimmte Medientypen)
- BranchCache, eine Funktion, die Netzwerkzugriffe für entfernte Niederlassungen auf Datenquellen im Firmennetzwerk beschleunigen soll
- die Möglichkeit, die Suche im Windows Explorer durch eigene Datenquellen wie zum Beispiel externe Datenbanken oder Web Services zu erweitern (Federated Search)
- weitere Verbesserungen im Bereich der Suche (OpenSearch, Durchsuchen von Shares und Sharepoint etc.)
In Hinblick auf die zunehmende Mobilität verwies Stockmann darauf, dass Windows 7 seine Netzwerkumgebung erkennt und dementsprechend zum Beispiel intuitiveres Drucken ermöglicht.
Ohnehin spielt die Mobilität nun eine größere Rolle: Mit DirectAccess steht eine moderne Alternative zum klassischen VPN (Virtual Private Network) zur Verfügung, was nicht zuletzt ein vereinfachtes Management des Clients durch die IT ermöglicht.
Je mobiler die Anwender, um so relevanter wird natürlich das Thema Sicherheit . In diesem Zusammenhang ging Thorsten Stockmann auf AppLocker ein und die besseren Kontrolle- und Standardisierungsmöglichkeiten, die Windows 7 dem IT-Leiter bietet. So kann die Ausführung unbekannter oder unerwünschter Anwendungen gezielt unterbunden werden.
Mit den Datenträgerverschlüsselungstechnologien BitLocker und BitLocker to go stehen außerdem Technologien zur Verfügung, die eine effektive Verschlüsselung on the road ebenso wie im Office ermöglichen. Dies umfasst auch die von IT-Verantwortlichen ungern gesehenen USB-Sticks und andere externe Medien.
Ebenso von Interesse im Businesskontext sind natürlich die Hardwareanforderungen, die für Windows 7 erfreulich niedrig ausfallen. Überdies ist das neue OS im Ruhezustand erfreulich genügsam: 2 % Prozessorlast im „Idle State“ sind natürlich ein willkommener Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.