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Integration in SAP gelagerter Informationen in den Microsoft SharePoint Server als Teil des Wissensmanagements im Unternehmen

20.4.2010 – 11:50 bis 12:35 Uhr – Raum Brighton
Sprecher: Darijo Pavlic / Realtech AG (Microsoft Partner)

 [ Foto: mbuf Jahreskongress 2010 ] Darijo Pavlic vom Microsoft Partner Realtech stellte in seinem Vortrag dar, dass und wie es möglich ist, mit dem Microsoft SharePoint Server auf Informationen aus SAP-Systemen zuzugreifen – und damit die Installationen zusätzlicher Client-Software zu vermeiden. Das vorgestellte Projekt, bei dem Daten aus der Produktentwicklung im Fokus standen, wurde zusammen mit der KARL STORZ GmbH & Co. KG realisiert. Hier konnte Realtech im Sinne des Kunden SAP- und Microsoft-Beratungskompetenz einbringen. Das Ziel: Informationen aus verschiedenen Systemen unter ein Dach zu bringen, um die Schöpfung von Wissen zu unterstützen.

Pavlic beschrieb zunächst den Produktentwicklungsprozess, der bei einem Medizintechnik-Hersteller wie Karl Storz vor allen durch operierende Ärzte mit spezifischen Anforderungen ausgelöst wird. Bei der folgenden Produktentwicklung werden Daten vornehmlich in SAP-, aber auch in SharePoint-Systemen abgelegt.

 [ Foto: mbuf Jahreskongress 2010 ] An dieser Stelle des Vortrags ergänzte Thomas Hemmerling-Böhmer, welche Probleme es hier aus Kundensicht zu lösen galt. Dazu gehören das Abrufen produktrelevanter Informationen mit SAP-Clients (SAP GUI, easyDM); der Anspruch, Mitarbeitern durchgängig relevante Informationen in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen, gleichzeitig aber auch der internationale Charakter des Unternehmens und die dadurch immer öfter aufeinander treffenden, unterschiedlichen Arbeitsweisen, die neue Anforderungen an die eingesetzten Benutzeroberflächen stellen. Besonders sensibel sind hier im Medizinbereich natürlich auch die Compliance-Anforderungen, bei denen ein intensiv forschendes Unternehmen zur Dokumentation seiner Arbeit nur die Informationen bereitstellen wird, die vom Gesetzgeber – beispielsweise in den Vereinigten Staaten repräsentiert durch die FDA – gefordert werden. Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, dass der erforderliche transparente Informationsaustausch zwischen SAP PLM und Microsoft SharePoint mit den vorhandenen Mitteln nicht in der gewünschten Weise zu realisieren war.

Hieraus ergaben sich dann die konkreten Ziele des Projekts: die Bereitstellung wichtiger Funktionen des SAP easyDM Clients über Microsoft SharePoint, die Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben auch im Ausland, die Bereitstellung von Lastenheften und Projektstrukturen unter einer einheitliche Oberfläche, das Anzeigen von Inhalten aus SAP PLM und dem elektronischen Leitz Ordner (ELO) – und natürlich die „Zukunftskompatibilität“ der Benutzerplattform im Sinne des Investitionsschutzes.

Darijo Pavlic stellte anschließend die Architektur der avisierten Lösung und den Informationsaustausch zwischen den involvierten Systemen (SAP GUI, Easy DM, SharePoint 2007, ELO usw.) dar. Das Ziel: Produktwissen und kontextrelevante Informationen über geeignete Technologien (TDMC, CMIS, BDC, Webparts, Web Application) miteinander zu verbinden.

Vom Lastenheft zur Lösung

Im weiteren Verlauf des Vortrags stellte Herr Pavlic die konkrete Lösungsumsetzung – vom Lastenheft über die Priorisierung der Anforderungen bis zum Prototyping – vor. Grundsätzlich ging es bei dieser ersten Projektphase darum, die Grundfunktionen der SAP-Clients (wie Ein- und Ausschecken, Dokumente anlegen und anzeigen) in SharePoint zur Verfügung zu stellen. Die konkrete Realisierung erfolgte dann auf der Grundlage des SharePoint BDC (Business Data Catalog) in Verbindung mit dem Technical Document Management Connector (TDMC) auf SAP-Seite.

Herr Pavlic erläuterte die Vorteile dieses Lösungsansatzes vor allem in Hinblick auf die Patch-Sicherheit und die Möglichkeit, durch Nutzung von CMIS (Content Management Interoperability Service) zunächst ohne Eingriffe in die existierende Infrastruktur agieren zu können. Gezeigt wurden zunächst die Mockups, anschließend konnte Herr Pavlic in einer Livedemo die Funktionalität (Zugriff, Checkin und Checkout sowie Veränderung von Dokumenten aus dem SAP EasyDM via SharePoint 2007) vorstellen. Den Abschluss des Vortrags bildete ein Ausblick auf die die geplante Weiterentwicklung der Lösung.

Thomas Hemmerling-Böhmer als Vertreter des beauftragenden Kunden attestierte dem Projekt ein beträchtliches Potenzial: „Wir sehen hier einen Schatz, den wir gemeinsam heben können.“ Er unterstrich, dass beispielsweise das komplexe Ressourcenmanagement im Gesundheitswesen hier neue Herausforderungen (Thema „Remote Administration von Geräten in Krankenhäusern“), aber auch Potenziale für wesentlich flexiblere Lösungen jenseits des klassischen „IT-Burggrabens um das Unternehmen“ schafft.

Darijo Pavlic

[ Foto: Darijo Pavlic ]Darijo Pavlic ist seit 1999 bei REALTECH tätig. In seiner aktuellen Position als Senior Managing Consultant verantwortet er mit seinem Team unter anderem den Themenbereich Wissensmanagement und User Productivity. Begonnen hat Pavlic seinen beruflichen Werdegang als Microsoft ASP Developer, bevor er Ende der 90er Jahre als Consultant zur REALTECH wechselte.

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Ergänzende Informationen:
Jahreskongress 2010: Übersicht
Jahreskongress 2010: Agenda
Jahreskongress 2010: Fotos