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SharePoint 2010: Praxiserfahrungen aus dem RDP-Projekt hhpberlin

20.4.2010 – 14:20 bis 15:05 Uhr – Raum Brighton
Sprecher: Christian Büchmann / Redmond Integrators GmbH (Microsoft Partner)

Nachdem bereits am ersten Tag des Jahreskongresses 2010 Stefan Truthän in seinem Vortrag die konsequente Nutzung von Microsoft-Produkten bei hhpberlin erläutert hatte, konnte Christian Büchmann von der Firma Redmond Integrators Praxiserfahrungen aus diesem Projekt mit Schwerpunkt auf dem Thema SharePoint schildern.

Durch das Microsoft Technology Adaption Programm hatte das Unternehmen Redmond Integrators bereits im Juli 2009 Zugriff auf SharePoint Server 2010 und konnte auf dieser Grundlage eine komplexe Lösung für hhpberlin entwickeln, die auch Microsoft Office 2010 und den Microsoft Office Communication Server beinhaltet.

 [ Foto: mbuf Jahreskongress 2010 ] Christian Büchmann stellte zunächst Redmond Integrators als SharePoint-fokussierten Microsoft Partner vor („Wir sind seit Anfang an dabei; wir sind durch das Tal der Tränen gegangen“). Er skizzierte die weitreichenden technischen Möglichkeiten von SharePoint und deren Einsatz bei den von Redmond Integrators realisierten Projekten. Dabei schlug er den Bogen von der (SharePoint .NET-) Entwicklung über die Technologieberatung bis zur Prozess- und Lösungsberatung, bei der dann natürlich auch die Fachabteilungen einzubeziehen sind. Vorgestellt wurde außerdem eine Auswahl von SharePoint-Projekten, von denen das größte in der vollen Ausbaustufe 150.000 Anwendern zur Verfügung stehen wird.

Jugend forscht für Early Adaptors

Herr Büchmann umriss die besonderen Anforderungen des Kunden hhpberlin, der im Projektgeschäft mit einer Vielzahl von unstrukturierten Dokumenten hantieren muss. Konsequente Standardisierung – die bei einem kleinen, agilen Unternehmen einfacher ist – spielt dabei eine wichtige Rolle. Geschildert wurde der Weg vom Einstieg in das Technology Adaption Program für SharePoint 2010 („Es gab natürlich keine Erfahrungswerte; das war ‚Jugend forscht‘!“) bis zur funktionalen Lösung.

Natürlich konnte diese Lösung nicht alleine mit SharePoint realisiert werden, sondern musste auch andere Komponenten (ERP, Communicator, Office 14) einbinden. Hierfür wurde ein Projektplan aufgestellt, der auch bei Microsoft in den USA Beachtung fand. Herr Büchmann verwies darauf, dass gerade bei kleinen Teams und einem derart komplexen Produkt strukturiertes Vorgehen unverzichtbar ist („SharePoint ist ein Biest“); zugrunde gelegt wurde das Microsoft Solutions Framework, bei dem die Teamarbeit im Vordergrund steht. Ebenso großen Wert legte er auf den Aspekt konsequenter Dokumentation, die gerade bei Änderungen des Projektumfangs relevant ist.

Ohne akribische Planung geht es nicht

Herr Büchmann schilderte dann, wie Probleme innerhalb der komplett virtualisierten Umgebung auf VMWare-Basis auftraten und mit der Unterstützung von Microsoft im Rahmen des RDP schnell identifiziert und gelöst werden konnten. Anschließend stellte er die Schwierigkeiten dar, die sich bei der Manipulation von Daten in SharePoint in Ermangelung geeigneter APIs ergeben können.

Unter „Lessond learned“ erklärte Herr Büchmann, dass die Komplexität von SharePoint-Projekten (durchaus vergleichbar mit der Einführung von SAP) oft unterschätzt wird – und dieses Problem in Hinblick auf die strategische Bedeutung von SharePoint eher noch zunimmt. Insofern sei ein verbindliches Vorgehensmodell und ein Konzept für die Einführung erforderlich, um Chaos und hohe Kosten zu vermeiden.

Ein anderes Problem, auf das Herr Büchmann verwies, besteht darin, dass Kunden nach der Einführung oft nicht konsequent in der Nutzung der verfügbaren Features sind („Es sind viele Dinge out of the box verfügbar, aber die meisten suchen gar nicht danach, weil sie die Zeit nicht haben – SharePoint lässt sich nicht wie Word oder PowerPoint behandeln!“)

SharePoint in schwierigen Zeiten – was sind die „low hanging fruits“?

Er verwies außerdem auf das Problem knapper werdender Ressourcen für Innovationsprojekte und die Notwendigkeit, den Nutzen von SharePoint-Lösungen zu kommunizieren, um diese einem Unternehmensvorstand überzeugend vorzutragen. Als Lösung für Unternehmen, die SharePoint 2010 „beschnuppern“ wollen, verwies er in diesem Zusammenhang auf eine von Redmond Integrators bereitgestellte Testumgebung sowie die Business Productivity Suite (BPOS) von Microsoft.

Weiterhin wurde die SAP-Integration von SharePoint (hier realisiert mit Sitrion SAP), erörtert.

Ebenso angesprochen wurde der Aspekt „Suche“ – hier erwarten Endanwender oft eine „Google-Suche“ – eine Funktionalität, die SharePoint per default aber nicht unterstützt. Hier verwies Herr Büchmann auf die Möglichkeit, einen Web Part als Third Party-Tool zu ergänzen, anstatt das Rad neu zu erfinden.

Aus dem Publikum wurden anschließend unter anderem Fragen zur Nutzenargumentation gegenüber der Unternehmensleitung sowie zur Koexistenz und Usability von SAP- und SharePoint-Oberflächen gestellt.

Christian Büchmann

[ Foto: Christian Büchmann ]Christian Büchmann begann 1984 nach dem Studium der Nachrichtentechnik in Bochum seine Laufbahn im Vertrieb bei Gould Biomation. Weitere verantwortliche Positionen im Vertrieb und Marketing führten ihn zu Unternehmen wie Intergraph, milestone, Versata, Sybase, S.U.S.E. Linux AG und der eggheads CMS GmbH. Seit 2009 ist er bei der Redmond Integrators GmbH und verantwortet hier Vertrieb und Marketing

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Ergänzende Informationen:
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