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Einführung eines Microsoft Project Server zur Unterstützung des Projektmanagements der Entwicklungsabteilungen

20.4.2010 – 15:30 bis 16:15 Uhr – Raum Brighton
Sprecher: Tobias Williger / Trumpf GmbH & Co. KG (mbuf-Mitglied)

In seinem Vortrag erläuterte Tobias Williger, wie bei Trumpf der Microsoft Project Server zur Unterstützung des Projektmanagements in den Entwicklungsabteilungen eingeführt wurde.

Zunächst stellte Herr Williger Trumpf als weltweit größten Anbieter von Werkzeugmaschinen und Technologieführer bei industriellen Lasern vor – ein Unternehmen, bei dem schon aufgrund der Vielzahl der Forschungsfelder (1000 von 8000 Mitarbeitern sind in Forschung und Entwicklung tätig, 9,3% des Umsatzes gingen im letzten Jahr in F&E), Produkte und Märkte effizientes Projektmanagement unverzichtbar ist.

 [ Foto: mbuf Jahreskongress 2010 ] Herr Williger schilderte die Evolution der Microsoft Project-Produktfamilie bis zum Microsoft Office Project Server 2010. Als nächstes erläuterte er die Architektur des Enterprise Project Management (EPM), wie Microsoft es anbietet – hier ist der Microsoft Project Server nur eine Komponente, hinzu kommen natürlich der Project Professional Client (Project Professional; vornehmlich für Projektleiter) sowie Office Project Web Access. Relevant beim EPM sind Kriterien, die auch für andere Projektmanagement-Lösungen Anwendung finden; darunter die zentrale Datenhaltung, die unternehmensweite Planung, Steuerung und Überwachung von Projekten, Abbildung von Rollen usw.

Anschließend erläuterte Herr Williger die Skalierbarkeit von Project-Lösungen durch Ausbau des Backends und Integration von Load Balancing und stellte die GUIs von Project Professional, Project Web Access sowie des Admin-Interfaces für den Server vor.

Von Insellösungen zum gemeinsamen Standard

Herr Williger erläuterte dann, wie die existierenden Projektmanagement- Insellösungen innerhalb des Unternehmens identifiziert und die Strategie für eine gemeinsame, unternehmensweit nutzbare Lösung mit den Schwerpunkten Projektplanung und -Controlling entwickelt wurde.

Weiterhin umfassten die Planungsvorgaben Kriterien wie Multi-Projektmanagement, Ressourcenmanagement, eine Optimierung der Zusammenarbeit in Projektteams sowie ein detailliertes Berechtigungskonzept. Herr Williger schilderte, wie aus den zunächst evaluierten 39 Lösungen schließlich der Microsoft Office Project Server 2007 als optimale Lösung für die gegebenen Anforderungen „herausdestilliert“ wurde.

Von der Planung zur Einführung

Die anschließende Einführung des Projekts war nicht unproblematisch, da zahlreiche Fehler (beispielsweise bei der Cache-Implementation, Datenverlust) im EPM 2007 gefunden wurden. Dementsprechend sank die Akzeptanz im Rahmen des Pilotprojekts, so dass schließlich ein Downgrade auf das stabilere EPM 2003 erfolgte. Nach Erscheinen des Service Packs konnte dann wieder auf EMP 2007 umgestellt werden.

Ohne Schulung geht es nicht

Herr Williger fasste die Erfahrungen aus der Einführung zusammen. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Schulungen unabdingbar seien, um die Vorteile der unternehmensweit homogenisierten Lösung auch nutzen zu können – dies umfasst natürlich nicht nur die Software, sondern auch methodische Kenntnisse („Die Installation von Word macht noch keinen Schriftsteller!“). Anschließend stellte er die konkrete Installation und Konfiguration (Berechtigungen, Sicherheitskategorien, OLAP Cube Konfiguration für Reporting) von EMP 2007 bei Trumpf vor und schilderte, wie der Project Professional Client für die konkreten Anforderungen im Unternehmen angepasst wurde (z.B. Templates, Anpassungen der Menüleiste, Group Policies). Weitere Anpassungen an die Trumpf-spezifischen Anforderungen wurden für Project Web Access vorgenommen.

Da das Reporting von EPM 2007 für die Anforderungen bei Trumpf nicht ausreichend war, wurde ergänzend als Eigenentwicklung auf Basis von Excel ein „Cockpit“ für Entwicklungsprojekte realisiert, das den Projektmitgliedern und dem Projektmanagement als Informationsquelle dient.

Schließlich gab Herr Williger einen Überblick zu Erweiterungen und Add-ons wie den Portfolio Server, die es von Microsoft und anderen Herstellern für komplexe EMP-Installationen gibt.

Der Vortrag schloss mit einem Ausblick auf die Features des Microsoft Office Project Server 2010.

Tobias Williger

[ Foto: Tobias Williger ]Tobias Williger begann 2004 nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik (BA) in Stuttgart als IT-Leiter bei TRUMPF Sarl in Paris. Seit November 2006 ist er bei der TRUMPF GmbH & Co. KG in der IT-Infrastruktur in Ditzingen im Bereich Client Services tätig.

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Ergänzende Informationen:
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